Sonntag, 14. Juli 2013

Hindelanger Klettersteig 13.07.

12.07.2013 - es ist soweit. Wir planen unsere erste Tour für dieses Jahr. Es heißt: früh von der Arbeit weg und ab ins Auto. Die Berge rufen! Gegen 17h kommen wir in Oberstdorf an. Also einchecken im Hotel und dann erstmal zünftig zu Abend essen! Am nächsten Morgen frühstücken wir noch schnell im Hotel, checken aus und fahren mit der 2. Bahn dieses Morgens (08:30h) aufs Nebelhorn. Oben bewundern wir, während wir das Klettersteig-Geschirr anlegen ein bisschen die Aussicht. Der Ifen thront majestätisch im Hintergrund.
Die Sonne scheint und wir stellten fest, dass wir die Sonnencreme zuhause gelassen haben. So ein Mist!!
Als wir uns auf den Weg in den Grat machen stockt uns erstmal der Atem. So viele Wanderer sind hier unterwegs! Das ist Wahnsinn, eine so frequentierte Tour sind wir bisher noch nie gegangen.
Das Atmen fällt durch den raschen "Aufstieg" mit der Bahn am Anfang noch recht schwer und wir keuchen ganz gut.Wir reihen uns die die Kette der Wanderer ein und es ist ein bisschen so, als würden wir wie Perlen an der Schnur gezogen werden.
Uns wurde ganz anders, als wir sahen, wie leichtsinnig sich manche der Wanderer verhielten. Immerhin befanden wir uns auf einem Grat (!) ca. 2200m hoch. Viele der Wanderer, welche wir an diesem Tag überholt haben, haben den Anschein erweckt, als ob sie noch nie einen Fuß auf einen Klettersteig gesetzt hätten. Da manche Stellen hier zwar gesichert, aber trotzdem recht exponiert waren, hielt ich dieses Vorgehen für unverantwortlich!

Über Fels und Leitern ging es von einem Gipfel zum nächsten. Da wir aufgrund der Frequentierung viel Zeit verloren hatten mussten wir uns ein wenig sputen, um noch rechtzeitig am Großen Daumen anzukommen, um den Rückweg zur Bahn noch innerhalb der Zeit zu schaffen. Der Blick nach hinten lässt uns schaudern, wie wollten all diese Menschen rechtzeitig am letzten Gipfel ankommen??
Von den nicht eingehaltenen Sicherheitsabständen mal ganz zu Schweigen.....
Gegen 14:30h erreichen wir den großen Daumen. Da die letzte Bahn talwärts 16:30h fährt, und ich jetzt schon nicht mehr laufen kann, halten wir uns nicht lange hier auf. Der Rückweg zur Bahn war mit ca. 2,5h angegeben, also mussten wir uns beeilen!!
Schnell noch den Weg, welchen wir gekommen sind bewundern (verrückt müssen wir sein!) und ab nach unten.
Wir mussten ein paar Umwege klettern, da der Weg noch durch eine "kleine" Schneemauer versperrt war.
Sonst hatten wir keine Zeit mehr, uns auf die Landschaft zu konzentrieren. Es hieß nur noch Schmerzen irgnorieren und immer einen Fuß vor den anderen setzen! Wir haben es in 2 Stunden zurück zur Bahnstation am Edmund-Probst-Haus (1932m) geschafft. Nun konnten wir uns entspannen, da nicht mehr die Gefahr bestand, dass wir noch weitere 1200m absteigen müssen.
Im Tal angekommen haben wir noch hiesige Spezialitäten zu uns genommen und dann die beschwerliche Heimreise angetreten. Ich habe für mich beschlossen, nie wieder nach einer Tour heimzufahren!!

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